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Massnahmen

Erziehungs- und Aufbauschnitt:

Nachhaltige Baumpflege beginnt gleich nach der Pflanzung mit der Jungbaumpflege. Der Erziehungsschnitt bereitet das Gehölz auf sein Umfeld vor und verhindert so intensive Folgemaßnahmen und spätere Konflikte.

Die Jungbaumpflege besteht aus folgenden Punkten:
- Vorbereitung des geforderten Lichtraumprofils
- Korrektur von Fehlentwicklungen (Zwiesel, Steiläste, Konkurrenztriebe)
- Schaffung einer artgerecht geformten Krone

Kronenpflege:

Die Baumkrone wird im öffentlichen Raum aus sicherungstechnischen Gründen und zur Gewährleistung eines vitalen, artgerechten Wuchses gepflegt. Hierbei werden tote, trockene Äste entfernt, das Lichtraumprofil hergestellt und unerwünschten Fehlentwicklungen vorgebeugt. Gleichzeitig wird das Gehölz in Augenschein genommen und auf sicherheitsrelevante Schäden untersucht. Totholz ist Lebensraum für verschiedene Insekten, Nahrungsquelle vieler Vogelarten und hat einen hohen ökologischen Wert. Es sollte nur entfernt werden wenn Gefahr davon ausgehen kann.

Kronenauslichtung

Diese sanfte Maßnahme verringert die Blattmasse durch Auslichten und reduziert somit auch den Schattenwurf. Da hierbei nur im Fein und Schwachastbereich (bis 5cm) geschnitten wird, bleibt die arttypische Kronenform erhalten.

Kronenteileinkürzung und Kroneneinkürzung

In begründeten Fällen zur Herstellung der Verkehrssicherheit oder zum Freischneiden von Gebäuden oder Stromleitungen können Kronenteile eingekürzt werden. Die arttypische Wuchsform wird erhalten und Kronenteile werden bis zu 10 cm Durchmesser (Grobastbereich) zurückgekürzt. Starkäste können eingekürzt werden, sollten jedoch nicht vollständig entfernt werden, um Verletzungen in Stammnähe zu vermeiden.

Kronensicherungsschnitt

Stark geschädigte Bäume können aus Sicherheits-, ökologischen- oder historischen- Gründen bis in den Starkastbereich eingekürzt werden. Die gewachsene Kronenform wird bei dieser Sondermaßnahme stark beeinträchtigt.

Kopfbaum

Diese gestalterische Maßnahme des Kopfbaumschnittes unterscheidet sich von einer Kappung. Bereits im Jungendstadium wird durch regelmäßigen Rückschnitt der Triebe die Kopfbildung hervorgerufen. Ein- bis zweijährige Intervalle sind erforderlich, um die Kopfform beizubehalten.

Schnittzeitpunkt und Ausführung

Nach baumbiologischen Erkenntnissen ist eine Schnittmaßnahme während der Vegetationsperiode für den Baum aus folgenden Gründen am verträglichsten.
- Der Baum kann aktiv durch Abwehrmechanismen die Wunde schließen, sie kann besser abgeschottet werden.
- Schnitte während des Austriebs oder des Blattabwurfs sind für den Baum von großem Nachteil.

Wir führen unsere Astungsschnitte stets so, dass ein Astring am Stamm erhalten bleibt.
- Dadurch ist eine gute Überwallung der Wunde möglich, da der Baum an dieser Stelle durch Kallusbildung die Wunde verschließen kann.
- Wir kontrollieren stets unsere Bäume auf Brut- und Niststätten und nehmen entsprechend Rücksicht bei unseren Arbeiten.